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Elisa Izaurralde erhält den Ernst Jung-Preis für Medizin für ihre bahnbrechenden Beiträge geleistet zur Aufklärung der molekularen Mechanismen der post-transkriptionellen Genregulation, durch die festgelegt wird, wieviel Protein von einer bestimmten Boten-RNA hergestellt wird. Elisa Izaurralde konzentrierte sich insbesondere auf drei Aspekte dieser Prozesse: die Mechanismen des Exports der Boten-RNA aus dem Zellkern, die Qualitätskontrolle und Stabilität der Boten-RNA und die Stilllegung von Genen durch RNA-Silencing. So hat sie z. B. maßgeblich zur Aufklärung des Nonsense-mediated RNA-Decay (NMD) beigetragen, einem Qualitätskontrollmechanismus, durch den fehlerhafte Boten-RNA abgebaut wird. Durch diesen Prozess wird das Erscheinungsbild einiger genetisch bedingter Erkrankungen beeinflusst und der Körper vor den Auswirkungen erworbener Mutationen geschützt. Elisa Izaurralde entdeckte auch die wichtigsten Faktoren der microRNA-vermittelten Genstilllegung bei Tieren. Da microRNAs bei der Entstehung mehrerer Erkrankungen des Menschen eine wichtige Rolle spielen, ist die Aufklärung ihrer Wirkungsweise von herausragender Bedeutung, um ihr Potenzial als Angriffspunkt für therapeutische Ansätze abschätzen zu künnen.
Siehe auch: http://www.eb.tuebingen.mpg.de/departments/2-biochemistry/department-2-biochemistry
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